Wasserhärte

"Härte im Trinkwasser" - eine Information

Bekanntmachung gemäß § 9 des Wasch- und Reinigungsmittelgesetzes

Die Stadtwerke Waiblingen informieren über die "Härte im Trinkwasser" in den in der Übersichtskarte dargestellten Versorgungsbereichen. Wird eine private Enthärtungsanlage betrieben, muss die Resthärte-Empfehlung = 1,1 bis 1,6 mmol/l (6 bis 9°dH) - durch den Betreiber selbst festgestellt werden. Über die Möglichkeiten hierzu informiert der Lieferant und Ersteller solcher Anlagen. Die Waschmitteldosierung soll entsprechend der Wasserhärte gemäß den nach dem Waschmittelgesetz auf den Packungen abgedruckten Mengenangaben erfolgen, wobei eher sparsam als großzügig verfahren werden sollte.

Weitere Informationen
Härtebereiche
Versorgungsgebiet Härtebereich
VG 1 mittel (2,4 mmol*/l)
VG 2 mittel (2,4 mmol*/l)
VG 3 mitel (2,5 mmol*/l)
VG 4 mittel (1,7 mmol*/l)
VG 5 hart (3,6 mmol*/l)

*) Millimol/l Calziumcarbonat

Zur Wasserhärte
  • Wasser enthält als natürliche Bestandteile - nach seinem Aufenthalt im Boden - eine Reihe gelöster Stoffe wie z.B. Calzium und Magnesium, die je nach geologischen Verhältnissen im Untergrund anteilig unterschiedlich sind. Calzium und Magnesium werden als Härtebildner bezeichnet; ihr Vorhandensein bestimmt die Gesamthärte im Wasser. Die Härte des Wassers wird in Millimol pro Liter (mmol/l) angegeben. Gebräuchlich und bekannt ist jedoch nach wie vor die Angabe in Grad deutscher Härte. 1 mmol/l entspricht 5,6 °dH

  • Oft wird auch von Härtebereichen gesprochen (siehe "Neue Härtebereiche für Trinkwasser"). Die Werte werden für die richtige Einstellung, z. B. von Haushaltsgeräten wie Spül- oder Waschmaschine, benötigt oder auch zur Dosierung von Waschmitteln. Den in Ihrem Versorgungsgebiet zutreffenden Härtebereich finden Sie auf unserer Seite Trinkwasserqualität.
Enthärtung ja oder nein?
  • Grundsätzlich ist festzustellen, dass das von der öffentlichen Wasserversorgung gelieferte Wasser in seiner Eigenschaft als Lebensmittel keiner Enthärtung bedarf. Trinkwasser entspricht den gesetzlichen Bestimmungen, z. B. der Trinkwasserverordnung und dem Lebensmittel- und Bedarfsgegenständegesetz. Es wird regelmäßig untersucht und benötigt für Trink- und Kochzwecke keinerlei weitere Behandlung.

  • Wenn jedoch aufgrund spezieller Aufgabenstellungen der Einsatz von Enthärtungsanlagen als sinnvoll angesehen wird, sollte bei der Anschaffung beachtet werden, dass die Geräte mit dem DVGW-Prüfzeichen versehen sind.

  • Zu beachten ist außerdem, dass es durch die Enthärtung des Wassers zu einer Erhöhung der Natriumkonzentration im Trinkwasser kommen kann. Eine hohe Natriumzufuhr stellt jedoch einen Risikofaktor für die Entwicklung von Bluthochdruck dar. Personen, die eine natriumarme Diät einhalten müssen, ist vom Genuss von enthärtetem Wasser abzuraten.

  • Da das Kochsalz, welches für die Regeneration von Enthärtungsanlagen benötigt wird, biologisch nicht abbaubar ist, kann die Wasserenthärtung zudem nicht als umweltfreundlich angesehen werden.
Zur Aufstellung und zum Betrieb von Enthärtungsanlagen

Die Stadtwerke Waiblingen empfehlen zur Aufstellung und zum Betrieb von Enthärtungsanlagen gemäß DIN 1988:

  • Rücksprache bei den Stadtwerken bezüglich der Wasserqualität.

  • Einbau nur durch ein qualifiziertes, in das Installateurverzeichnis des Wasserversorgungsunternehmens eingetragenen Installationsunternehmens.

  • Begrenzung der Wasserbehandlung möglichst nur auf den eigentlichen Verwendungszweck (z. B. Warmwasserinstallation).

  • Sorgfältige und regelmäßige Wartung (Abschluss eines Wartungsvertrages).

  • In keinem Fall darf die Behandlung des Trinkwassers zu hygienischen Nachteilen (z. B. Verkeimungen mit bakterieller Verunreinigung) führen.